Botox Partys auch in Deutschland?
Champagner und Partyhäppchen, mit den Freundinnen im Plausch – und ganz nebenbei ein paar Sorgenfalten weniger.
In den USA sind Botox-Parties, die „Tupperpartys“ des 21. Jahrhunderts, der Renner: Seit Nervengift Botulinumtoxin von der amerikanischen Arzneimittelbehörde für die kosmetische Behandlung freigegeben wurde. Der Trend zur Botox-Party ist aber auch in Deutschland deutlich spürbar.
Allein im vergangenen Jahr ließen sich etwa
50.000 Menschen ihre Falten mit Botox lahm legen.
Die Deutsche Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie e.V. (DGÄC) warnt allerdings, dass eine Botox-Injektion kein Partygag ist. Jeder Behandlung mit Botox sollte ein persönliches und ausführliches Beratungsgespräch durch einen Arzt vorausgehen, in dem der Patient über Wirkung und mögliche Nebenwirkungen aufgeklärt wird. Denn auch das neue Wundermittel gegen Falten birgt Risiken: Eine falsche Injektionstechnik oder eine zu große Dosis können unerwünschte Überkorrekturen bewirken.
Die Folgen können Hängelider, Triefaugen, asymmetrische Gesichtspartien oder eine starre Mimik sein. Ist der falsche Muskel erst einmal gelähmt, bleibt nur ein schwacher Trost: Die Wirkung lässt nach einigen Monaten wieder nach.
Faltenkiller Nr. 1
Das Nervengift ist nicht mehr aus dem kosmetischen Behandlungsspektrum wegzudenken. Richtig angewendet lässt Botox Zornes- und Sorgenfalten, Krähenfüße sowie einige Längsfalten am Hals verschwinden.
Bei den hundertmal am Tag ausgeführten Gesichtsbewegungen werden die Muskeln ständig kontrahiert. Dabei haben sich die Muskeln so verkrampft, dass sie von allein nicht mehr entspannen können. Folge: Es entstehen Falten.
Botulinumtoxin löst die Verspannungen und glättet die Haut.
Allerdings: Stark ausgeprägte tiefe Furchen lassen sich auch mit diesem Medikament nicht mehr vollständig beseitigen. Sie verlieren jedoch an Tiefe und werden deutlich gemildert.
Nach der Injektion tritt der Effekt nach zwei bis zwölf Tagen ein und hält je nach Patient zwischen drei und sieben Monaten.
Positiver Nebeneffekt: Oft wird durch das Toxin auch quälender Migräne-Kopfschmerz gelähmt.


