Tipp: So können Sie Vitamine am besten konservieren

- Gemüse- und Obstsorten, die viel Vitamin C enthalten, sollten am besten direkt nach der Ernte verarbeitet werden.
Noch nicht einmal 100 Jahre ist es her, da kannte man den elektrischen Kühlschrank noch nicht und war deshalb gezwungen, frisches Obst und Gemüse auf andere Art und Weise für den Winter zu konservieren. Heute ist Tiefkühlkost für uns selbstverständlich, aber beim Kochen und Einfrieren leidet der Vitamingehalt der Nahrungsmittel. Lesen Sie in unseren Konservierungstips, was die Großmutter zur Aufbewahrung von Obst, Gemüse und Kräutern noch wusste.
Gemüse
Gemüse- und Obstsorten, Vitamine die viel Vitamin C enthalten, sollten am besten direkt nach der Ernte verarbeitet werden. Dazu gehören Kiwis, schwarze Johannisbeeren, Erdbeeren, Stachelbeeren, Paprika, Kartoffeln, Zitrusfrüchte u.a. Werden die Früchte gerieben, klein geschnitten oder an der Luft aufbewahrt, setzt der Oxidationsprozess ein und verringert den Vitamin-C-Gehalt. Ebenso gehen Vitamine beim Kochen verloren. Diese Gemüsesorten sollten am besten unzerschnitten, nur mit der nötigen Menge Salzwasser bedeckt, ganz kurz in einem gut verschlossenen Gefäß gekocht werden. Die schonendste Art, Gemüse zu garen, ist das Dünsten. Karotin, das z.B. in Karotten, Spinat, Kopfsalat, Aprikosen, Nektarinen und Tomaten enthalten ist, nimmt beim Kochen dagegen kaum Schaden. Durch Zugabe von Fett kann das Karotin vom Körper besser aufgenommen werden. Allerdings kann es beim unsachgemäßen Trocknen von Gemüse verloren gehen.
Um Gemüse zu konservieren, kann man es auch guten Gewissens bei minus 18 Grad Celsius einfrieren. Um die enzymatischen Prozesse im Gemüse zu unterbrechen und es dadurch frisch zu halten, sollten Sie es vor dem Einfrieren für ein bis fünf Minuten in kochendes Wasser tauchen, danach mit kaltem Wasser abspülen und abtrocknen. Auf diese Weise lässt sich Gemüse sechs bis zehn Monate problemlos aufbewahren.
Kräuter und Gewürze
Frische Kräuter aus dem Frühjahr und Sommer kann man auf verschiedene Art und Weise für den Verzehr im Winter konservieren. Dabei gilt ebenso wie für das Gemüse, dass die frischen Kräuter gut gewaschen und abgetrocknet werden müssen.. Aroma, Vitalstoffe und Farbe der Kräuter bleiben beim Einfrieren besonders gut erhalten. Je nach Wunsch können Sie die Kräuter am Stück oder gehackt einfrieren und bei Bedarf ohne vorheriges Auftauen direkt auf die Speisen geben. Kräutersträußchen werden lose in einem Gefrierbeutel eingefroren. Gehackte Kräuter kann man ebenfalls lose oder mit ein wenig Wasser in einer Eiswürfelform als küchenfertige Würfel einfrieren. Hierbei sollte die Eiswürfelform allerdings zusätzlich in einen Gefrierbeutel verpackt werden. Einige Kräuter können auch gut getrocknet werden, nachdem sie vorher gewaschen und abgetrocknet wurden. Basilikum und Petersilie sind dafür aber beispielsweise nicht geeignet, denn sie verlieren beim Trocknen an Geschmack. Im Gegensatz zu frischen oder eingefrorenen Kräutern müssen getrocknete Kräuter mitgekocht werden, damit sie ihr Aroma richtig entfalten. Zum Trocknen können sie die Kräuter als kleine Sträußchen an der Luft trocknen oder als lose Zweige bei 23-30°C in den Backofen legen. Geeignete Kräuter zum Trocknen sind vor allem: Bohnenkraut, Dill, Liebstöckel, Majoran, Minze, Oregano, Rosmarin, Thymian, Salbei, Zitronenmelisse.
Eine weitere Möglichkeit der Konservierung ist das Einlegen in Öl oder Essig. Dafür werden Kräuterzweige gebündelt und in einer gut gespülten Flasche mit Olivenöl oder Weißweinessig übergossen, bis sie ganz bedeckt sind. Sie können einzelne Kräuter, aber auch Kräutermischungen einlegen. Sehr lecker ist z.B. eine Mischung aus Oregano, Rosmarin und Thymian, eventuell mit einigen halbierten Knoblauchzehen abgerundet. Gut durchgezogen und in eine schöne Karaffe gefüllt eignen sich Kräuteröl und –essig auch gut als Geschenk.