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Gedächtnisstörungen

In Deutschland leiden schätzungsweise über 1 Million Menschen an Gedächtnisstörungen. Was als harmlose Vergesslichkeit beginnt, ist oft ein Zeichen für eine schwere Hirnleistungsstörung, die sogenannte Demenz.

Die bekannteste Form ist die Alzheimer-Krankheit.

Während die Wahrscheinlichkeit einer Demenz-Erkrankung bei den 65- bis 69-jährigen nur bei 1,5 Prozent liegt, steigt sie bei den 85- bis 90-jährigen bereits auf 30 Prozent. Mittlerweile leben in Deutschland weit über eine Millionen Demente – Tendenz steigend. Die Anti-Aging-Medizin hat jedoch Möglichkeiten gefunden, schleichenden Erinnerungsverlust und Gedächtnisstörungen schon früh aufzuhalten.

Die Gedächtnisleistung des Gehirns ist begrenzt. Je länger ein Mensch lebt, desto mehr Daten sammeln sich in seinem Kopf an.

Das Gehirn muss ständig entscheiden, welche Daten behalten werden sollen und welche vergessen werden können. Dazu gelangen eingehende Informationen entweder in das Kurzzeit- oder in das Langzeitgedächtnis. Das Kurzzeitgedächtnis speichert Informationen ca. 15 bis 30 Sekunden und leitet anschließend nur die wichtigsten an das Langzeitgedächtnis weiter. Viele Erkrankungen, die mit Gedächtnisstörungen einhergehen, treten gehäuft mit zunehmendem Lebensalter auf, denn der allgemeine Leistungsabbau betrifft auch das Gehirn.

Eine Gedächtnisschwäche tritt meistens nur sehr langsam in Erscheinung und verschlimmert sich stufenweise.

Die Ursachen für den Verfall der geistigen Leistungsfähigkeit sind vielfältig, die häufigste Erkrankungsform ist Alzheimer. Sie entsteht, wenn die Nervenzellen im Gehirn ihre Funktionsfähigkeit verlieren. Anhaltende Denk- und Gedächtnisstörungen können aber auch durch Flüssigkeitsmangel, die Unverträglichkeit von Medikamenten, Durchblutungsstörungen im Gehirn, Fehlfunktionen von Schilddrüse, Leber oder Nieren, durch Tumore oder eine depressive Erkrankung verursacht werden. Daneben wirken sich auch seelische Einflüsse wie Überforderung, Angst und anhaltende geistige Unterforderung bei allen Menschen auf ihr Denkvermögen und Gedächtnisleistung aus.

Nicht nur bei einer ernsten Demenz, auch bei unregelmäßigen Gedächtnisstörungen oder wachsender Vergesslichkeit sollte immer ein Arzt konsultiert werden.

Typische Anzeichen einer Demenz

Eine Vergesslichkeit allein macht noch keine Demenz. Es gibt jedoch typische Anzeichen, die wirklich auf eine Erkrankung hinweisen. Hierzu zählen unpräzises Denken, Orientierungslosigkeit, Sprachstörungen, eingeschränktes Urteilsvermögen, Persönlichkeitsveränderungen und Antriebsverlust.

Als erstes Symptom tritt zu Beginn meist eine Verschlechterung des Kurzzeitgedächtnisses auf.

Anschließend sind Sprachstörungen zu beobachten, Müdigkeit nimmt zu. Dann kommt es oft zu Anzeichen einer Depression oder zu Halluzinationen. Später fällt es Betroffenen schwer, Dinge und Personen wiederzuerkennen. Alltagsfähigkeiten wie Ankleiden, Einkaufen oder Kochen gehen verloren.

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