Herz-, Kreislaufbeschwerden
Statistisch ist jeder zweite Deutsche im Laufe seines Lebens von Herz-Kreislauf-Krankheiten betroffen. Täglich erleiden ca. 790 Menschen einen Herzinfarkt und deutschlandweit werden jährlich mehr als 130.000 Herzoperationen durchgeführt. Vor allem ältere Menschen fürchten sich vor Herzversagen, denn sie leiden besonders häufig unter Ablagerungen in den Herzkranzgefäßen, die einen tödlichen Infarkt auslösen können.
Der menschliche Blutkreislauf ist das Transportsystem des Körpers. Mit dem Blut werden Sauerstoff und Nährstoffe in jede Körperzelle geleitet.
Herz und Blutgefäße sind die Bestandteile des Kreislaufsystems, daher spricht man auch vom Herz-Kreislauf-System. Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems sind mit über 50% die häufigste Todesursache in Deutschland. Verschiedene Risikofaktoren, die mit zunehmendem Alter zu einer Verkalkung der Blutgefäße führen, können das Auftreten dieser Krankheit fördern. Ist ein Gefäß vollkommen verschlossen, kann das zu einem Schlaganfall oder Herzinfarkt führen. Abgesehen von einer erblichen Vorbelastung sind die meisten anderen dieser Risikofaktoren beeinflussbar und hängen eng miteinander zusammen.
Ärzte empfehlen daher eine regelmäßige Kontrolle
zum Schutz vor Schlaganfall oder Herzinfarkt.
Besonders gefährdet sind Personen, auf die mehrere der folgenden Risikofaktoren zutreffen:
Bluthochdruck
Erhöhter Blutdruck, der nicht behandelt wird, kann das Leben erheblich verkürzen. Ablagerungen in den Blutgefäßen gelten als eine der wichtigsten Ursachen für Bluthochdruck.
Bei verengten Blutgefäßen muss das Herz immer mit erhöhter Anstrengung schlagen, der Blutdruck steigt an.
Das Herz kann sich nicht regenerieren, eine dauerhafte Herzschwäche, Durchblutungsstörungen oder ein Schlaganfall können die Folgen sein.
Erhöhtes Cholesterin
Frauen im fortpflanzungsfähigen Alter sind im Vergleich zu gleichaltrigen Männern weniger Herzinfarkt und Schlaganfall gefährdet: hierbei schreibt man dem Hormon Östrogen eine Schutzfunktion zu.
Östrogene senken die Blutfette, vor allem das sogenannte „schlechte“ Cholesterin LDL.
Es trägt zur Entstehung der Gefäßverkalkung bei, da sich überschüssiges LDL-Cholesterin in der Arterienwand ablagert. Östrogen bewirkt eine Senkung des LDL-Spiegels, dadurch können Ablagerungen an den Blutgefäßen verhindert und einer Gefäßverengung vorgebeugt werden. Mit der Menopause tritt ein Östrogenmangel ein, der den Frauen diesen Hormonschutz nimmt. Darauf ist die beachtlich ansteigende Zahl der Herzinfarkte bei Frauen nach der Menopause zurückzuführen. Mit einer Hormonersatztherapie kann „Frau“ den natürlichen Hormonschutz wieder herstellen. Neben Hormonen ist auch die Ernährung für den Cholesterinspiegel mitverantwortlich.
Der Verzehr von tierischen Fetten, Eiern, Käse, Schokolade etc. erhöht das „schlechte“ Cholesterin und damit auch die Blutfettwerte.


