Kreislaufrisiken fördern Alzheimer
Zu hoher Blutdruck und zu hohe Cholesterinwerte – die bekannten Risikofaktoren für Herz und Kreislauf – gefährden das Hirn gleich doppelt: Zum einen erhöhen sich die Risiken für einen plötzlichen Hirnschlag. Zum anderen fördern sie aber auch den schleichenden Abbau von Hirnsubstanz bei der Alzheimer-Krankheit.
Diesen Risikofaktor für die geistige Fitness haben finnische Forscher in einer 26 Jahre dauernden Langzeitstudie nachgewiesen.
Dabei haben sie etwa 1400 Menschen untersucht – einmal im Alter von 50 Jahren und ein zweites Mal mit über 70 Jahren. Die Personen, die bei der ersten Überprüfung hohe Blutdruck- oder Cholesterinwerte hatten, litten bei der zweiten Untersuchung mehr als doppelt so häufig an Alzheimer. Personen mit beiden Faktoren wiesen sogar ein mehr als dreifach erhöhtes Alzheimer-Risiko auf. Als Vergleichsgruppen dienten jeweils Menschen mit normalen Blutdruck- und Cholesterinwerten.
Die Untersuchung weist zum ersten Mal nach, dass die bekannten Risikofaktoren für Herz-Kreislaufbeschwerden schon im mittleren Alter eine erst Jahrzehnte später ausbrechende Alzheimer-Erkrankung begünstigen können. Zuvor war dieser Zusammenhang nur bei hochbetagten Menschen nachgewiesen.


