Parkinson
Morbus Parkinson – auf den ersten Blick eine typische Alterskrankheit. Etwa 1% der über 60-jährigen in Deutschland leiden unter dieser Erkrankung. Aber: Heute sind auch immer jüngere Menschen von der im Volksmund „Schüttellähmung“ genannten Erkrankung betroffen. Das fängt oft bereits ab dem 40. Lebensjahr an. Auch der amerikanische Schauspieler Michael J. Fox ist bereits seit seinem 30. Lebensjahr an Morbus Parkinson erkrankt.
Pro Jahr gibt es 20.000 bis 30.000 Neuerkrankungen in Deutschland.
Morbus Parkinson ist eine Erkrankung des zentralen Nervensystems und nach ihrem Entdecker, dem englischen Arzt James Parkinson, benannt. Die Erkrankung tritt durch den Mangel an Dopamin auf, einem körpereigenen Neurotransmitter, der für die Bewegungsabläufe zuständig ist. Dabei entsteht ein Ungleichgewicht zugunsten anderer Neurotransmitter.
Die Folge: Nervenzellen altern frühzeitig und sterben schließlich ab – mit gravierenden Folgen für die Bewegungsfähigkeit und -kontrolle der Betroffenen.
In der Regel entwickelt sich die Krankheit schleichend und wird von den Betroffenen selbst am Anfang gar nicht als ernsthafte Krankheit wahrgenommen. Erst nachdem etwa 80% der Nervenzellen abgestorben sind, bemerkt der Erkrankte die ersten Symptome.
Symptome
Die in Deutschland auch als Schüttellähmung bekannte Erkrankung Morbus Parkinson ist nicht heilbar und äußert sich in verschiedenen Symptomen, die vor allem das motorische System betreffen.
Betroffene wirken oft ungeschickt, haben eine maskenhafte Starre im Gesicht, und bei genauerem Hinsehen stellt man fest, dass der Lidschlag nicht vorhanden ist.
Dabei wirken Betroffene oft traurig. Die Sprache ist monoton, leise oder stockend. Die Schrift ist verkleinert bis zur Unleserlichkeit. Erkrankte leiden oft unter vermehrtem Speichelfluss, Schwitzen, Darmträgheit, einer gestörten Sexualfunktion sowie erhöhtem Harndrang. Zudem leiden an Morbus Parkinson Erkrankte an Akinese, Rigor und Tremor.
Akinese
Die Akinese ist eine Bewegungsstörung, die sich in einer eingeschränkten Beweglichkeit bis hin zum vollständigen Bewegungsverlust ausdrückt.
Der Erkrankte hat Schwierigkeiten,
eine bestimmte Bewegung zu starten.
Auch die gleichmäßige Fortsetzung und das rechtzeitige Aufhören bereiten Probleme. So kann es für einen an Morbus Parkinson Erkrankten unmöglich sein, von einem Stuhl aufzustehen und einige Schritte zu gehen. Dafür verantwortlich ist weder eine Lähmung noch eine Erschlaffung der Muskelkraft.
Vielmehr wird der vom Gehirn gesendete Bewegungsimpuls durch das fehlende Dopamin nicht an die Muskeln gesendet und somit nicht in den Bewegungsablauf umgesetzt.
Rigor
Der Rigor ist eine Tonuserhöhung der Muskulatur. Oft fällt dies einseitig besonders an den Armen und Beinen auf. Der Betroffene führt Bewegungen zum Beispiel nur in Zeitlupentempo aus. Auch im Ruhezustand ist der Tonus der Muskulatur erhöht und kann dem Patienten Schmerzen verursachen.
Der Rigor ist auch für die typische vornüber gebeugte Haltung von Parkinson-Erkrankten verantwortlich.
Tremor
Der Tremor ist ein Zittern, das bei Erkrankten in der Regel im Ruhezustand auftritt und bei einer aufgenommenen Tätigkeit vorübergehend verschwindet. Zu Beginn des Krankheitsverlaufs ist der Tremor in den Gliedmaßen oft einseitig. Vom Zittern betroffen sind neben den Armen und Beinen in selteneren Fällen auch der Kopf, die Lippen oder die Zunge sowie die Augenlider.


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