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Potenz-/Libidostörung

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Arthritis & Arthrose

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Prostatabeschwerden

Prostataleiden beim Mann gehören zu den häufigsten altersbedingten Krankheiten. Aktuelle Zahlen des Robert-Koch-Instituts belegen, dass Prostatakrebs mit ca. 31.600 Neuerkrankungen pro Jahr mittlerweile die häufigste Krebserkrankung bei Männern ist. Doch auch von der weniger bekannten Erkrankung „Prostatitis“ sind mittlerweile bereits 30 Prozent der Männer zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr betroffen.

Die Prostata (auch Vorsteherdrüse genannt) befindet sich am Boden der Harnblase und umgibt die Harnröhre von allen Seiten.

Normalerweise ist die Prostata etwa so groß wie eine Kastanie. Ihre Aufgabe besteht darin, ein Sekret zu produzieren, das in die Samenflüssigkeit abgegeben wird, um die Mobilität der Samenzellen zu garantieren. Mit zunehmendem Alter leiden immer mehr Männer an einer Erkrankung der Prostata. Man unterscheidet zwischen einer gutartigen Prostatavergrößerung, Prostatakrebs und Prostatitis. Ärzte gehen heute davon aus, dass die Erkrankung der Prostata durch altersbedingte, hormonelle Veränderungen gefördert wird. Diesen Zusammenhang nutzt die Hormontherapie zur Bekämpfung eines Prostataleidens.

Doch auch durch eine gesunde Ernährung und einen bewussten Lebensstil kann man(n) sein persönliches Erkrankungsrisiko verringern.

Die gutartige Prostatavergrößerung

Besonders ältere Männer leiden häufig unter einer gutartigen Vergrößerung der Prostata.

Dabei beginnt die Gewebsmasse der Prostata zu wachsen, sie drückt dann von außen auf die Harnröhre und führt auf diese Weise zu einer Verengung.

Je weiter das Prostatagewebe anwächst und die Harnröhre zusammendrückt, desto schwächer wird der Harnstrahl. Der Prozess der Blasenentleerung wird gestört, häufige Harnwegsinfektionen sind oft die Folge. Gelegentlich kann es auch zu einer schmerzhaften „Harnverhaltung“ kommen, bei der die Harnblase überhaupt nicht mehr entleert werden kann.

In besonders schweren Fällen kann durch eine chronische Harnstauung in Harnleiter und Nierenbecken auch ein Nieren-schaden entstehen.

Prostatakrebs

Eindeutige Ursachen des Prostatakrebs konnten bis heute nicht gefunden werden. Krebs entsteht, wenn sich bestimmte Gene verändern. Mehrere Faktoren scheinen dabei Wachstum und Entstehung des Prostatakrebs zu beeinflussen. So haben Untersuchungen von Eunuchen gezeigt, dass eine Abhängigkeit des Prostatakrebs vom Männlichkeitshormon Testosteron besteht.

Eine deutlich niedrigere Prostatakrebsrate in asiatischen Ländern deutet auf einen Zusammenhang mit der Ernährung hin.

Weiterhin sind auch genetische Faktoren für einen Ausbruch der Krankheit verantwortlich. Beschwerden bereitet das Prostatageschwür oft erst im fortgeschrittenen Stadium, dann leiden die Patienten vielfach unter Schwierigkeiten beim Wasserlassen, Schmerzen, Blutbeimengungen im Urin oder in der Samenflüssigkeit. Eine gute Heilungschance besteht jedoch in den meisten Fällen nur bei rechtzeitiger Diagnose und Behandlung.

Daher sollten Männer mit zunehmendem Alter regelmäßig eine Vorsorgeuntersuchung machen, bei der unter anderem der sogenannte PSA-Wert (prostataspezifisches Antigen) untersucht wird.

Prostatitis

Als Prostatitis bezeichnet man allgemein Beschwerden der Prostata und der angrenzenden Organe und Körperregionen (Enddarm, Hoden, Dammregion, Harnblase, Unterbauch). Dabei unterscheidet man zwischen der Prostatitis, die durch Bakterien verursacht wird, und der abakteriellen Prostatitis:

Bakterielle Prostatitis

Häufiger Harndrang, Brennen beim Harnlassen, erschwertes Harnlassen, Schmerzen im Dammbereich, Fieber und Schüttelfrost sind typische Beschwerden bei einer akuten bakteriellen Prostatitis.

Die Erkrankung wird durch Darmbakterien in der Prostata ausgelöst und kann mit einer Antibiotika-Therapie schnell behandelt werden.

Bei chronischer bakterieller Prostatitis ist dagegen eine mehrmonatige Behandlung mit Antibiotika erforderlich, die allerdings nicht immer erfolgreich ist.

Bei einer chronischen Erkrankung leidet der Patient häufig unter gravierenden Beschwerden wie Brennen beim Harnlassen, Schmerzen bei Ejakulation, Blut im Sperma, Schmerzen in der Schambeinregion, im Unterbauch und Dammbereich, Ziehen in der Leistenregion, Hodenschmerzen, häufiger Harndrang.

Abakterielle Prostatitis

Die Beschwerden bei abakterieller Prostatitis sind vergleichbar mit denen der chronisch bakteriellen Prostatitis, allerdings ist hier die Suche nach den Erregern schwieriger. Der behandelnde Arzt muss genau untersuchen, ob Erreger oder Leukozyten im Prostatasekret nachweisbar sind. Ist dies nicht der Fall, bleiben die Ursachen der Erkrankung häufig unklar, und es gibt daher kein einheitliches Behandlungskonzept.

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