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Melatonin

Was ist Melatonin?

Melatonin ist ein körpereigenes Hormon, das in der Zirbeldrüse im Gehirn produziert wird. Seine Produktion wird über die Netzhaut der Augen durch Licht gesteuert.

Da Melatonin nur im Dunkeln ausgeschüttet wird, bestimmt die Tageslänge bzw. künstliche Beleuchtung seinen Blutwert. Dieser wiederum beeinflusst den Schlaf-Wach-Rhythmus.

Melatonin steuert alle körpereigenen Hormone und sorgt für einen ausgeglichenen Hormonhaushalt. Im Alter von ca. 45 Jahren lässt die Funktion der Zirbeldrüse drastisch nach und die Melatoninproduktion sinkt um bis zu 50 Prozent ihres Normalwertes. Mit zunehmendem Alter sinkt die Produktion noch weiter und erreicht ab 70 Tiefstwerte, die kaum noch zu messen sind.

Melatonin-Mangel

Ein erniedrigter Melatoninspiegel bewirkt meist Schlafstörungen und kann zu chronischer Müdigkeit führen. Schlafstörungen, die weit verbreitet sind, beschleunigen jedoch die Alterungsprozesse.

Da Melatonin auch das stärkste körpereigene Antioxidans ist (50-mal stärker als Vitamin C), bewirkt ein Mangel des Hormons eine Beschleunigung der Zellzerstörung und Absterben von Zellen. Zusätzlich schwächt eine geringe Melatoninproduktion unser Immunsystem, da Melatonin normalerweise verschiedene Zellarten stimuliert, die unverzichtbar mit der Immunabwehr verbunden sind, wie beispielsweise bei der Krebsbekämpfung.

Wie wirkt eine Melatonin-Therapie?

Melatonin erfüllt im Stoffwechsel unter anderem die Aufgabe einer biologischen inneren Uhr zur Harmonisierung des Schlaf-Wach-Rhythmus. So bewirkt eine Melatoningabe allgemeine Entspannung und einen erholsamen Schlaf.

Daher wirkt das Hormon auch besonders gut gegen „Jetlag“, der sich nach Langstreckenflügen durch chronische Müdigkeit, Tiefschlafstörungen, depressive Stimmungen und Libidoverlust bemerkbar macht.

Durch die harmonisierende Wirkung von Melatonin auf den allgemeinen Biorhythmus werden jedoch auch Stressabwehrfaktoren mobilisiert, da Melatonin dem Stresshormon Cortisol entgegen wirkt. Somit können längere Stress-Situationen besser kompensiert werden.

Begleiterscheinungen und Nebenwirkungen

Unerwünschte Nebenwirkungen wurden bisher nicht festgestellt. Melatonin sollte jedoch nur abends eingenommen werden, damit die gewünschte Müdigkeit auch wirklich den Schlaf fördert und nicht am Tag die Konzentration stört.

Individuelle Dosierung

Wie alle Hormone sollte Melatonin immer unter ärztlicher Aufsicht und nur bei einem bestehenden Mangel eingenommen werden.

Die Einnahme muss individuell auf den Patienten abgestimmt sein - erst recht eine langfristige Anwendung. Wichtig sind exakte Indikation, Abwägung möglicher Vor- und Nachteile, individuelle Dosierung sowie Überwachung und Vorsorge durch spezialisierte Ärzte. Wichtig ist auch, nur Hormonpräparate zu verwenden, deren einwandfreie Qualität vom Hersteller garantiert wird. Denn verunreinigte Präparate können zu Allergien oder Vergiftungen führen.

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