DHEA – Seit 28 Jahren ohne Nebenwirkungen
Powerhormon, Placebo oder Gesundheitsrisiko? In den letzten Monaten gingen widersprüchliche Meldungen über DHEA durch die Medien. Kann das bekannteste Anti-Aging Hormon wirklich krank machen?
Experten wie die Deutsche Gesellschaft für Anti-Aging Medizin (GSAAM) warnen vor unnötiger Panik: Es liegen keine wissenschaftlichen Erkenntnisse über gesundheitsgefährdende Nebenwirkungen von DHEA vor. Obwohl das Hormon seit 1974 – also bereits seit mehr als einem Viertel Jahrhundert – millionenfach eingesetzt wird.
DHEA gehört zu den umsatzstärksten Hormonpräparaten: Im Jahr 2001 wurden allein in Deutschland etwa 1,35 Millionen Kombipräparate mit DHEA (Gynodian Depot, Fa. Schering AG) verkauft. Darüber hinaus ist es in weiteren 47 Ländern zugelassen. Seit 1995 wird reines DHEA auch in Kapsel- oder Tablettenform eingenommen – in den USA und weiteren Ländern häufig unkontrolliert und in zunehmender Zahl. Es gibt jedoch keine Berichte über ernste Nebenwirkungen der unkontrollierten oder in Studien kontrollierten DHEA-Anwendungen. Hier wird keine Förderung von Krebs oder Herzinfarkt festgestellt, wovor als mögliche Risiken gewarnt wird.
Experten wie Dr. Anna-Luisa Rinneberg, Anti-Aging Ärztin und Mitglied der GSAAM raten aber, DHEA trotzdem nur nach fachärztlicher Untersuchung und bei bestehendem Mangel einzunehmen. Gerade bei einer längerfristigen Einnahme von Hormonen sei eine gute Verträglichkeit nur im niedrigen Dosierungsbereich zu erwarten.


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