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Aminosäuren
Unterschätzte Stellschraube an der biologischen Uhr
Ihr Gattungsname beginnt mit dem Buchstaben A. Doch in der Hitliste der Biostoffe liegen Aminosäuren abgeschlagen an letzter Stelle – weit hinter Vitaminen, Spurenelementen, Antioxidanzien, Mineralstoffen, Fettsäuren, Ballaststoffen und pflanzlichen Substanzen wie Phytohormonen. Vermutlich liegt es an dem Begriff Säure, mit dem man sich schwer anfreunden kann. Erstaunlicherweise hat die Entdeckung des menschlichen Genoms daran nichts ändern können, obwohl das S in DNS für Säure steht.
Ein Fehler! Aminosäuren sind die Träger der Neubildung oder Reparatur unserer Zellen.
Warum auch immer: Kaum ein Wissenschaftler, kaum ein Ernährungsmediziner hat ihnen in den letzten Jahren sein ernsthaftes Interesse gewidmet. Vermutlich erschien es nicht möglich, das komplexe Abwehr- und Aufbau-System eines vollständigen Aminosäuren-Spiegels im Blut durch Einwirken von außen zu kopieren oder zu optimieren.
Stellen Sie sich die unzähligen Wörter vor, die sich aus den 26 Buchstaben unseres Alphabets bilden lassen. Ähnlich baut der Körper aus der Vielfalt von Eiweißsubstanzen in der Nahrung Millionen von Proteinkombinationen auf – aus Fleisch, Fisch, Milch, Getreide, Gemüse, Obst, Sojabohnen oder Nüssen. Dieses Proteinangebot zerlegt der Verdauungsapparat in neun körpereigene Aminosäuren.
Eine zweite Gruppe von Aminosäuren gilt sogar als lebensnotwendig, als essenziell. Sie können nur von außen zugeführt werden. Es sind insgesamt elf weitere, die regelmäßig in unserer Nahrung enthalten sein müssen. Alle zwanzig Säuren bilden gemeinsam einen Pool, der über Wohlergehen, Abwehrstärke und Jugendlichkeit entscheidet.
Das ist der entscheidende Faktor: Fehlt eine bestimmte Aminosäure, so wird die Verfügbarkeit aller anderen im gleichen Verhältnis gemindert. Sie sind zwar irgendwie wirksam, doch ihre Qualität lässt zu wünschen übrig. Dieser Effekt heißt in der Sprache der Wissenschaft „limitierend“.
Deshalb ist für eine optimale Aminosäuren-Versorgung eine reichhaltige Zufuhr in Gestalt einer Kombination aus verschiedensten Eiweißen erforderlich. Niemand sollte sich auf die Einnahme einzelner Säuren beschränken.
Das Eiweiß, das wir zu uns nehmen, ist tierischer oder pflanzlicher Herkunft. Im Verdauungsapparat wird es in Aminosäuren zerlegt. Dabei werden schon in der Schleimhaut des Darmes mehr als drei Viertel der Zellen gebildet, die wir für unser Immunsystem benötigen. Ein Teil der Aminosäuren erreicht durch die Darmwand über das Blut die Leber. Dort werden diese Eiweißbausteine für ihre fundamentale Rolle aller Stoffwechselvorgänge optimiert.
Die Leber überlässt sie dem Blutstrom, der sie jeder einzelnen Körperzelle anbietet. Jeder steht es frei, eine notwendige, fehlende Aminosäure aufzunehmen. Erst dieser Bedarf entscheidet darüber, welche Kombinationen sich jetzt bilden – für den Aufbau von Hormonen, Enzymen, Blutzellen oder Antikörpern.
Hauptwirkung 1: Mehr Abwehrkraft | |
Unter der Voraussetzung einer ausgewogenen Zufuhr sind vor allem diese Aminosäuren für ein starkes Immunsystem verantwortlich: | |
Glutamin | ist wesentlicher Bestandteil der Antioxidations-Systeme und Radikalen-Killer. Es entgiftet die Leber. |
Glycin | schützt Blutfette vor Oxidation und verhindert ihre Ansammlung in Einbuchtungen von Blutgefäßen. Gerade Raucher profitieren zusätzlich von der zellschützenden Wirkung dieser Aminosäure. Glycin senkt außerdem den Cholesterinspiegel im Blut und den Harnsäurespiegel. |
Arginin | wirkt antioxidativ und bremst Muskelabbau bei Krankheit oder Bettlägerigkeit. |
Leucin, Lysin | schützten das Immunsystem durch spezielle anti-virale Bausteine. |
Cystein | ist wesentlich für den Zellaufbau, mit ebenfalls antioxidativer Wirkung. |
Methionin | gleicht Immundefizite aus, auch bei Wundheilung. |
Hauptwirkung 2: Weniger Fettvolumen | |
Unter der Voraussetzung einer ausgewogenen Zufuhr sind vor allem diese Aminosäuren für verstärkte Fettverbrennung verantwortlich: | |
Arginin | startet einen gesteigerten Fettabbau und reduziert das Fettvolumen des Körpers. Auch der Cholesterinspiegel des Blutes wird gesenkt. |
Ornithin | stimuliert das Wachstumshormon und fördert auf diesem Weg die Fettverbrennung. |
Arginin | wirkt antioxidativ und bremst Muskelabbau bei Krankheit oder Bettlägerigkeit. |
Phenylalanin | löst in den Darmzellen einen Reiz aus, der dem Gehirn Sättigung |
Taurin | ist ein aminosäure-verwandter Mikronährstoff mit generell belebendem Effekt. |
Hauptwirkung 3: Mehr Muskelmasse | |
Unter der Voraussetzung einer ausgewogenen Zufuhr sind vor allem diese Aminosäuren für verstärkten Muskelmassenaufbau verantwortlich: | |
Glutamin | ist maßgeblich am Energie-Stoffwechsel der Muskulatur beteiligt. |
Glycin | gleicht schlechte Sauerstoffversorgung der Zellen aus und ist wichtiger Bestandteil jeder Muskelleistung. |
Taurin | unterstützt durch die Bildung von Antikörpern die Eiweißsynthese und den Substanzerhalt. |
Allein unser Abwehrsystem muss auf diese Weise täglich aufgefrischt werden. Dazu muss der menschliche Organismus ein unvorstellbar großes Heer aus Immunzellen erneuern oder verbessern. Ausnahmslos alle Antikörper mit lebensrettenden Aufgaben entstehen aus diesen speziellen Eiweißen. Das gilt für das Verhindern von Krankheiten ebenso wie für ihre Heilung oder Linderung. Ähnlich schicksalhaft ist ihre Rolle bei jedem nur denkbaren wichtigen Stoffwechselvorgang:
- Aminosäuren sind die Blaupausen für die Erneuerung oder Reparatur der Zellen.
- Aminosäuren transportieren Sauerstoff, Vitamine, Mineralstoffe und Hämoglobin im Bindegewebe.
- Aminosäuren übernehmen in bestimmten Eiweißketten die Aufgaben einzelner Hormone – sie steuern Körperfunktionen.
- Aminosäuren werden für jede einzelne Muskelbewegung benötigt.
- Aminosäuren stimulieren die Ausschüttung von Hormonen, darunter auch des Wachstumshormons.
Jedoch ihre wichtigste Tag-für-Tag-Aufgabe ist das Verhindern von Erkrankungen. Unser kompliziertes Abwehrsystem benötigt für die Immunabwehr, Heilung oder Linderung von Krankheit Eiweißsubstanzen mit speziellen Eigenschaften (Immunglobulinen).
Voraussetzung ist die optimale kontinuierliche Erneuerung vorhandener Aminosäuren. Die zentrale Geburtsstätte des Immunsystems, die erwähnten Schleimhäute des Verdauungstraktes, sind in der zweiten Lebenshälfte häufig schwer geschädigt, wenn nicht matt gesetzt. Chronische Magen-Darm-Leiden, Behandlungen mit Antibiotika und jede gegen bösartige Zellen gerichtete Krebstherapie hinterlassen ihre Spuren. Selbst Mangelernährung – also Kalorien ohne Vollwertstoffe – über einen längeren Zeitraum kann bereits die Schleimhäute nachhaltig schwächen, sodass Bakterien den Blutkreislauf erreichen. Deshalb gilt die Regeneration der Darmschleimhaut ebenfalls als Säule der Anti-Aging-Medizin.
Sechs Aminosäuren haben sich in klinischen Untersuchungen und in der Praxis als Darm-Gesundmacher erwiesen (in alphabetischer Reihenfolge): Arginin, Cystein, Glutamin, Glycin, Methionin und Taurin. Sie unterstützen die Bildung von Antikörpern, gelten als Radikalen-Killer, bekämpfen und eliminieren Viren, wirken entgiftend und unterstützen Heilungsprozesse durch ihre Fähigkeit, Zellen zu reparieren.
Zwischen den einzelnen Zellen und den in Vielfalt möglichen Eiweißangeboten funktioniert eine besonders intelligente Kommunikation. Einzig die augenblicklich benötigte Aminosäure wird aus dem im Blut vorhandenen Angebot aufgenommen. Diese kleinsten Eiweißbausteine bilden kettenförmige Kombinationen. Sie wirken nur durch gleichzeitige Gegenwart anderer.
Unser heutiger Wissensstand ermöglicht uns bereits, für eine optimale Unterstützung gewisse Aminosäuren rechtzeitig zur Verfügung zu stellen – und andere mit zeitlichem Abstand von mehreren Stunden. Das Hauptaugenmerk richtet sich dabei auf die so genannten lebenswichtigen: Regelmäßig und entsprechend der geforderten Verfügbarkeit, müssen sie zugeführt werden. Die Gruppe umfasst (in alphabetischer Reihenfolge) Cystein, Histidin, Isoleucin, Leucin, Methionin, Phenylalanin, Threonin, Tryptophan, Tyrosin und Valin. Nur im chronobiologisch richtigen Verhältnis entfalten sie ihre einzigartige Wirkung.
Zu den verbesserten Krankheitsbildern zählen Durchblutungsstörungen, dabei vor allem Arteriosklerose, Schädigungen der Leber und der Nieren, Muskelschwund, Zellschädigung durch Peroxidation, Diabetes, Gelenkschmerzen und Hauterkrankungen. Erhöhte Blutspiegel, etwa durch LDL-Cholesterin, werden normalisiert.
Einige verstärken in Kombination die Produktion besonders wichtiger Hormone – mit der Umkehr von Altersprozessen vergleichbar!
Das gilt sicherlich für jene Biosubstanz, die am stärksten von allen die Lebensqualität im Alter prägt: das Wachstumshormon Somatotropin (englisch human growth hormone, GH). Es garantiert die Fähigkeit des Körpers zur Selbstreparatur. Die Anti-Aging-Substanz überhaupt! Die Hirnanhangdrüse schüttet GH bei Bedarf aus. Doch die Evolution hat nicht vorgesehen, dass Jugend-erhaltende Maßnahmen bis ans Ende verlängert werden. Deshalb setzt die Anti-Aging-Medizin Agonisten ein – sie bewirken die Ausschüttung von GH! Am besten funktionieren die Aminosäuren Ornithin, Lysin, Glutamin, Arginin, sowie die Amino-Buttersäure GABA.
Eine weitere Stellschraube an der biologischen Uhr. Möglicherweise sogar die wichtigste.
Wissen, Fakten, Tipps
Für die spezielle Zielrichtung der Gewebereparatur durch das Wachstumshormon GH („Jungbrunnen“) wurde aus Aminosäuren das Präparat Pro Gro® (von VitaBasix®) konzipiert. Weitere Inhaltsstoffe der Eigenschaft Anti-Alterungs-Substanz: Bromelain, Mucuna pruriens, Papain, Kelp sowie Aloe Vera.
Zu beziehen über Apotheken oder über die Firma Pharmatrans, Info-Bestell-Hotline (gebührenfrei): 00800 8020 8020.




