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Sackgasse Reparaturmedizin – Hoffnung Prävention
Die Anti-Aging-Medizin bietet die faszinierenden Bausteine: Schneller sein als jede Krankheit
Wer nach der globalen Finanzkrise eine optimale Anlagestrategie sucht, dem kann der Blick in den Spiegel die Augen öffnen: Jeder Euro, der in Prävention investiert wird, erspart 29 Euro an vermiedenen Behandlungskosten. Den Großteil des Gewinns verbuchen zwar die öffentlichen Gesundheitssysteme. Der wahre Nutznießer sind aber Sie. Zwar führen Fortschritte der Reparaturmedizin mehr und mehr Menschen näher an die größtmögliche Lebensspanne. Hohes Alter bereitet jedoch nur wirklich Freude, wenn man es einigermaßen gesund erleben darf.
Bedauerlicherweise setzt sich in der Gesundheitspolitik die alte Weisheit „Vorbeugen ist besser als heilen“ kaum durch.
Weniger als fünf Prozent des Gesamtbudgets fließen in gezielte Maßnahmen zur Vermeidung degenerativer Veränderungen und ernster Krankheiten. Viele Experten betrachten die Reparaturmedizin an bereits aufgetretenen Schäden als Sackgasse: Die Behandlung handfester Leiden im Alter verlängert in erster Linie die Phase nennenswerter Einschränkungen.
Die Fähigkeit zur Schadensreparatur nimmt mit zunehmendem Alter ab. Das ist keine Bosheit der Natur. Für die Evolution ist das wichtigste Ziel erreicht, wenn die Gesundheit einer Gattung bis zur Fortpflanzung garantiert ist. Jeder weitere Stoffwechselvorgang erfordert einen Aufwand, für den der Organismus eigentlich nicht programmiert ist. Die Autoren des „Handbuch Anti-Aging und Prävention“ (Kilian-Verlag), eines 542-Seiten-Werkes über die wichtigsten Ergebnisse und Strategien, der Gerontologe Dr. Rüdiger Schmitt und die Psychologin und Sportmedizinerin Simone Homm, drücken es so aus:
„Dass wir gerne einen besseren Schutz für uns hätten, der uns bis ins hohe Alter leistungsfähig erhält und wenn möglich nebenbei Rauchen, Alkohol, Süßigkeiten und Festtagsessen ungestraft erlaubt, ist eine ganz andere Geschichte. Für die Natur sind das keine überzeugenden Argumente. Deshalb kann uns nur einer vor Radikalen und dem Alter schützen: wir selbst.“
Leider hat die Medizin der westlichen Welt sich besonders auf die Behandlung bereits eingetretener Krankheit spezialisiert. Nur abseits der Hauptströmungen werden die Möglichkeiten echter zukunftsorientierter Prävention genutzt.
Erst seit Mitte der 90er Jahre sind als eigentliche Auslöser klassischer Gesundheitsprobleme die Prozesse des Alterns erkannt. Diese Erkenntnis bildet den Kern der seriösen Anti-Aging-Medizin: Auf das Ziel der Vorbeugung und der Vermeidung konzentrieren sich weltweit immer mehr Wissenschaftler, Studienrichtungen, Kliniken, Einrichtungen, Spezialpraxen und Ernährungsforscher zur Entwicklung hoch qualitativer Nahrungsergänzung. Ärzte, Biologen, Gerontologen und andere speziell ausgebildete Experten haben sich zu Anti-Aging-Gesellschaften zusammengeschlossen. Universitäten beobachten den Einfluss moderner Erkenntnisse auf Zehntausende Frauen und Männer vom mittleren Lebensalter aufwärts. Auf wissenschaftlichen Kongressen werden fundamentale Forschungsergebnisse vorgestellt. Der Austausch unter den Fachrichtungen ist in der optimalen Betreuung des älter werdenden Organismus von besonderer Bedeutung. Kein Studiengebiet allein könnte die hochkomplizierten Zusammenhänge verständlich machen. Aber unbestritten ist: Was wir über die Vorgänge beim Altern des Körpers wissen, reicht bereits aus, sich sein ganz persönliches Anti-Aging-Rezept zusammenzustellen.
Doch immer noch wurzelt bei vielen Menschen das Denken über das Alter in religiöser Tradition. Sie vermuten ein festgelegtes Naturgesetz, das nicht zu beeinflussen ist. Und selbst Mediziner, die sich erstmals mit Anti-Aging-Grundsätzen befassen, staunen, wie viele Forschungsdaten aus fast allen Erdteilen bereits verfügbar sind. Sie lassen keinen Zweifel: Wer nur die bisherigen Empfehlungen umsetzt – sich ausgewogen zu ernähren, nicht zu rauchen und sich regelmäßig zu bewegen -, verzichtet sträflich auf weitere wirksame biologische Eingriffe. Denn der Einfluss der Gene auf die Geschwindigkeit des Älterwerdens ist auf maximal 30 Prozent beschränkt. Das belegen zwei wissenschaftlich bedeutende Studien. Wobei der mütterliche Faktor eine stärkere Rolle spielt als der väterliche. Die Beeinflussung der Altersuhren muss vor allem als Ergebnis unterschiedlicher Faktoren gesehen werden.
Dazu zählen:
- Die Macht der Hormone: Hormonersatz-Therapie bei Menopause (Frau) und Andropause (Mann), Optimierung in Bezug auf DHEA, sowie Melatonin und Wachstumshormon,
- die Schadensbegrenzung gegen oxidativen Stress, die Auswirkungen der Somatopause,
- die Energieeffizienz der Mitochondrien („Kraftwerk der Zelle“),
- die Einschränkung der Kalorienaufnahme,
- Bewegung und Sport.
In der Hormonersatztherapie bei der Frau in den Wechseljahren wurde das Klimakterium durch Jahrzehnte hindurch wie eine Krankheit behandelt. Die weltweit am häufigsten verschriebenen Östrogene stammten von Pferden und enthielten auch Hormonsubstanzen, die im weiblichen Körper überhaupt nicht vorkommen – mit uneinheitlichen Resultaten und bestimmten Risiken.
Erst die Anti-Aging-Medizin erkannte die Chancen und Bedeutung einer individuell abgestimmten Therapie mit Östrogenen, Progesteron und sogar Androgenen oder DHEA und Pregnenolon. Sie berücksichtigt, dass Östrogen ein Oberbegriff für unterschiedliche Hormone ist, die in verschiedenen Körperbereichen ganz eigene Wirkungen auslösen. Hier ist der Gynäkologie mit Erfahrung in natürlicher Hormontherapie gefragt.
Der größte, einzelne Faktor des Altersgeschehens ist die qualitative Versorgung des Körpers mit Energie. Bis zu 70 Prozent der Vorgänge werden durch bedenkliche oder fehlende Nährstoffe gestört. Also sowohl schlechte Kohlenhydrate oder Fette einerseits, als auch der Mangel an Pflanzeninhaltsstoffen mit gesundheitsfördernden Potenzialen. Anderseits enthält hochwertige pflanzliche Nahrung hormonartige Substanzen mit nicht belastender Wirkung.
So bestimmen in erster Linie zweiindividuelle Faktoren unsere Chancen auf ein verlängertes Jungbleiben:
- Ob der Organismus eine wirklich hohe Zufuhr an wertvollen Nährstoffen erlebt und
- wie die komplizierten Prozesse ihrer Verwertung funktionieren.
Jede Mahlzeit und jeder Vitalstoff hinterlassen in den einzelnen Zellen überall im Körper ihren Fingerabdruck. Möglicherweise waren moderne Fertigungsverfahren mit gehärteten Fetten, die nicht ranzig werden können („Transfette“), ein Irrweg mit nachhaltigen Folgen. Weitgehend unbekannt ist der Begriff „inflammatorischer Stress“: Er bezeichnet einen völlig schmerzlosen inneren „Brand“ an den Gefäßwänden. Über Jahrzehnte entwickeln sich daraus Herzerkrankungen, Diabetesleiden, Krebs oder kognitive Defizite.
Eine Reihe von Pflanzeninhaltsstoffen besitzt hervorragende anti-entzündliche Eigenschaften. Auch einzelne Fettsäuren (z. B. Omega 3) bieten diesen Schutz. Das ist dringend geboten. Die Verarbeitung jeder einzelnen Kalorie lässt ohnedies bereits zellschädigende freie Radikale entstehen.
Als Gegenmaßnahme wirkt nur die Verfügbarkeit von Antioxidanzien. Derartige Schutzstoffe bezieht der Körper aus bestimmten Lebensmitteln oder sie werden durch speziell konzipierte Ergänzungspräparate zugeführt. Sie müssen eine chronobiologische Rezeptur aufweisen. Damit sie einander nicht blockieren oder auf andere Art ungewollt beeinflussen, sollten einige Substanzen morgens und andere am Abend eingenommen werden. Moderne Produkte der Chronobiologie berücksichtigen das. Ähnliches gilt für eine Vielzahl hormonähnlicher Wirkstoffe, die aus Pflanzen gewonnen werden.
Selbst wer fünf Mal am Tag Obst oder Gemüse verzehrt, wird vermutlich immer noch einen Mangel an hochwertigen Mikronährstoffen aufweisen. Sie sind wesentlich höher anti-inflammatorisch und anti-oxidativ als die meisten Vitamine. Die lebensverlängernden Inhaltsstoffe stecken in der Schale oder im Keimling.
In der Pflanzenwelt erhöhen sie die Widerstandsfähigkeit gegen Hitze, Gifte und Feinde. Für hochwertige Nahrungsergänzungsmittel werden sie daraus gewonnen. Die Krankheiten des höheren Alters können durch sie verringert, gelindert, hinausgeschoben werden. Zu den hochkarätigen Substanzen zählen: Isoflavone, Lycopen, Resveratrol und Polyphenole.
Die Vitamine der Vergangenheit allein reichen mit Sicherheit nicht mehr aus.
Wissen, Fakten, Tipps
Führender Hersteller im Bereich Antioxidanzien, Phytohormone, Vitamine, Mikronährstoffe und Nahrungsergänzungsinhaltsstoffe ist VitaBasix®.
Infos und Kontakt:
www.vitabasix.com. Eine Reihe der Produkte basiert auf chronobiologisch abgestimmten Kombinationen. Strengste Qualitätskontrollen garantieren Reinheit und zuverlässige Dosierung der Substanzen.
Prävention ist Dauer-Pflicht
Privatdozent Dr. med. Alexander Römmler,
Präsident der Deutschen Gesellschaft für
Prävention und Anti-Aging-Medizin (GSAAM)
Wann ist der beste Zeitpunkt für Prävention?
Dr. Alexander Römmler: Gedanken über Prävention hat man sich stets zu machen. Also bereits von Anfang unseres Lebens an, sogar schon in der Schwangerschaft. Denn pränatale Einflüsse können zum Beispiel die spätere Entwicklung von Übergewicht oder Diabetes mellitus beeinflussen. In jeder Lebensphase stehen aber unterschiedliche Schwerpunkte im Vordergrund.
Beim Kind und in der Jugend sollte präventiv nach angeborenen Fehlsteuerungen und Risiken gefahndet werden, ferner wird ein gesundes optimales Heranreifen zu fördern sein. Ein Organismus soll weder chronisch unter- noch überbelastet werden.
Bei Erwachsenen geht es in der Regel darum, ihre Gesundheit möglichst lange zu erhalten. Also Pflege des Körpers, regelmäßige Inspektion, ob sich irgendetwas an Entgleisungen bemerkbar macht. Dazu körperliches und geistiges Training, um sich im vernünftigen Rahmen fit zu halten. Des weiteren achte man auf eine Früherkennung von Fehlentwicklungen, die später für ernsthafte Erkrankungen entscheidend sein können.
Im Alter hat dann die Prävention von degenerativen Erkrankungen und Funktionsstörungen Vorrang. Ihnen liegen meist altersbedingte Defizite bei der Regeneration des Gewebes, der Vitamin-, Mikronährstoff- und Hormonsysteme sowie vieler Stoffwechselvorgänge zugrunde. Sie können teilweise ausgeglichen werden. Da denkt man vor allem an die Zufuhr von Vitalstoffen, Mineralien, Vitaminen und Eiweiß. Aber auch eine Hormonzufuhr wird zunehmend erforderlich sein. All dies sollte möglichst nicht „blind“ erfolgen, sondern gezielt auf Grund klinischer Hinweise und laborgesicherter Diagnostik. Lediglich solche Substanzen werden ersetzt, die fehlen oder bei denen ein höherer Bedarf wegen besonderer Lebensumstände besteht. So ist vielfältig bekannt, dass beispielsweise bei Rauchern, unter längeren Stressphasen, bei intensiven sportlichen Aktivitäten, einer Schwangerschaft und meist im Alter mehr hiervon erforderlich sein kann. Darüber hinaus sind in der dritten Lebensphase die Früherkennung und frühe Behandlung von ernsthaften Alterskrankheiten angesagt - wie zum Beispiel Krebs, Diabetes, Arteriosklerose, Arthrose/Osteoporose. Es ist besser und leichter, eine Erkrankung in der Frühphase zu behandeln, als wenn sie weit fortgeschritten ist und schon zu wesentlichen Veränderungen des Körpers geführt hat.
Um welche Bereiche geht es in erster Linie?
Dr. Alexander Römmler: Es sollen sowohl geistige wie körperliche Funktionen gleichermaßen günstig beeinflusst werden. Dabei hat man sich grundsätzlich zuerst um jene Probleme zu kümmern, die am häufigsten und am typischsten sind: Also Herz-Kreislauf-Erkrankung, wozu ja nicht nur der Bluthochdruck gehört, den wir bei vielen Frauen um die Wechseljahre herum feststellen. Bei den Männern ist es meist das Übergewicht mit der Entwicklung der Diabetes-Erkrankung. Aber auch Krebserkrankungen gehören hierher, und nicht zu vergessen die weitverbreitete Arthrose und Osteoporose – denn diese Beschwerden hat bereits ein Großteil der Sechzigjährigen. Auch Schlafstörung, die sogar zu Stimmungsschwankung führen können, zählen zu solchen Volkskrankheiten im Alter.
Wer ist für Prävention der beste Partner?
Dr. Alexander Römmler: Hier wäre der ganzheitlich betrachtende Mediziner gefragt. Er muss aber über Grundlagen der Altersprozesse und seiner Folgen für alle Organsysteme und Funktionen informiert sein, er sollte sich mit den Mechanismen degenerativer Alterserkrankungen und Fehlentwicklungen im Alter beschäftigt haben. Also nicht nur ein Symptom – die aktuelle Erkrankung – sollte behandelt werden, sondern Vorbeugung und Verlangsamung einer Verschlimmerung müssten angegangen werden. Idealerweise hat er sich durch gezielte Ausbildungen bereits spezialisiert. Da bietet zum Beispiel die Deutsche Gesellschaft für Prävention und Anti-Aging-Medizin (www.gsaam.de), z.T. in Zusammenarbeit mit der Dresden International University (DIU), interdisziplinäre Ausbildungsgänge für Ärzte aller Fachgruppen an. Neben Seminaren läuft mittlerweile schon der erste Masterstudiengang für eine solche Präventionsmedizin, der in München und Dresden „nebenberuflich“ über zwei Jahre absolviert werden kann. Als Präventionsmediziner sind neben den Allgemeinärzten aber auch Ärzte anderer Fachgruppen sowie die Frauen- oder Männerärzte zu nennen, die sich hier speziell weitergebildet haben. Denn Altersprozesse laufen an allen Organsystemen ab, so kann der Einstieg zur Altersprävention auch aus dem Blickwinkel eines kleineren Faches begonnen werden. Oft liefern akute Altersbeschwerden – ein organisches oder funktionelles Symptom – Anlass zum Arztbesuch. Der geschulte Mediziner hat nicht nur dieses Symptom zu behandeln, sondern er prüft die zugrundeliegenden Ursachen und findet so den Einstieg zur Präventions- und Anti-Aging-Medizin.



