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Lignane: So gesund ist Holz-Essenz
Entschuldigung – was, bitte, ist ein Lignan?
Diese Frage verrät keinesfalls mangelnde Bildung
Lignane werden eine Gruppe pflanzlicher Substanzen genannt, die zwar seit Jahrtausenden in einigen Kulturkreisen geschätzt werden, aber erst seit kurzem auf unseren Radarschirmen angekommen sind. Zum Beispiel basiert der große gesundheitliche Nutzen von Leinsaat auch auf seinem Reichtum an diesen Phytonährstoffen. Im Zentrum wissenschaftlichen Interesses stehen jüngst jedoch mehrere neue Varianten (pinoresinol) dieser östrogen-verwandten Substanzen, weil sie besonders hochwertige Qualität bieten – zum Beispiel die norwegische Fichte (Picea abies). Außerdem ist unser Verdauungssystem nicht fähig, ein geschlossenes Samenkorn aufzubrechen und zu verwerten.
Abgeleitet vom lateinischen Begriff für Holz (lignum), bezeichnet Lignane eine besondere Klasse an Antioxidanzien, Polyphenolen und Isoflavonen. Sie bilden sich direkt in den Pflanzen.
Die biologischen Eigenschaften sind faszinierend und wie geschaffen für intelligenten Einsatz im Arsenal der Anti-Aging-Strategien. Es sind Östrogene auf pflanzlicher Basis, die abgeschwächt ähnliche Wirkungen zeigen wie die vom menschlichen Körper gebildeten Hormone. Sie sind die Stoffwechsel-Vorläufer der Enterolaktone, die sich in Studien als eminent potente Anti-Krebs-Substanzen erwiesen haben – konkret in sechs Studien zum Brustkrebs und in vier Studien zur Prostataerkrankung.
Am stärksten ist die strukturelle Ähnlichkeit der Lignane zur Gruppe der Sexualhormone. Das ermöglicht durch Anbindung an die Östrogenrezeptoren unserer Zellen einen Ausgleich der nachlassenden Eigenproduktion.
Ihre Feinregulierung reicht so weit, dass Lignane umgekehrt im möglichen Fall auf sehr hohe Hormonproduktion abschwächend einwirken können. Diese Einflussnahme erstreckt sich zugleich auf den gesamten Stoffwechsel, also wie wir mit Fetten, Zuckermolekülen und Mineralien verfahren.
Mit jedem neuen Forschungsgebiet eröffnet die Wissenschaft weitere Einsatzfelder für die gesundheitsfördernden Eigenschaften von Lignanen. Die Erkenntnisse sind beeindruckend:
- Bevölkerungsgruppen mit einem hohen Anteil an Lignanen in der Ernährung (z. B. neben Leinsamen auch in Sesamkörnern) weisen ein signifikant geringeres Brust- krebsrisiko auf.
- Bei gutartigen Prosta- tavergrößerungen kann durch Lignane das Wachstum gebremst werden. Zeitraum: bereits innerhalb von sechs Monaten.
- Erhöhte PSA-Werte werden normalisiert.
- Lignane reduzieren als natürliche Hormon- ersatztherapie milde Wechseljahrsbe- schwerden.
- Bei Brustkrebs wurde eingeschränktes Zell- wachstum (ähnlich wie durch die pflanzlichen Anti-Brustkrebs-Subs- tanzen in Tamoxifen) registriert.
Neben der Einschränkung gewisser Krebsrisiken kann mit Lignanen gezielt zusätzlich eine Verbesserung der Herzgesundheit angestrebt werden: Ein höheres Vorkommen von Lignanen im Blut entspricht normalerweise der Abnahme von Herzproblemen. Bei Frauen hat eine vermehrte Zufuhr an Lignanen Auswirkungen auf den Schutz vor Arteriosklerose.
Besonders die Wirksamkeit in der Prostata-Vorsorge konnte durch spezielle Gas-Chromatografie-Messungen der Prostataflüssigkeit nachgewiesen werden. Das Vorkommen von Isoflavoiden und anderen Phytohormonen entspricht dem bei asiatischen Männern, die durch reichhaltige Soja-Nahrung (wenig Fett, viel Ballaststoffe) besonders geschützt scheinen.
Lignane sind für gewöhnlich Bestandteil der gesunden Ernährung. Doch Zubereitung und ein geringer Anteil an Obst, Gemüse und unraffiniertem Getreide sind verantwortlich für eine Unterversorgung. Viele nehmen weniger als ein Milligramm täglich auf. Die Tagesdosis für eine angestrebte Erhöhung der Enterolaktone liegt bei 10 bis 30 Milligramm.
Ein Molekül Lignan stoppt bis zu vier freie Radikale
Pflanzliches Lignan wird durch Darmbakterien in ein säugetier-konformes Lignan umgewandelt, hauptsächlich in Enterolaktone. Sie besitzen sanfte östrogen-verwandte Eigenschaften.
Östrogene sind Moleküle für die Kontrolle verschiedener Körperreaktionen. Wo Östrogene fehlen, gleichen Lignan-Östrogene den Unterschied aus. Wo Östrogene zu sehr aktiv sind, besetzen Lignan-Östrogene die Rezeptoren und bremsen den Effekt.
Auf diese Weise greifen Lignane in die Entwicklung von Tumoren ein, die von Hormonen abhängen (Brust, Prostata, Darm). Lignan-Östrogene stärken die Herzgesundheit durch stark anti-oxidative Effekte und mildern menopausale Symptome und Osteoporose.
Moderne chronobiologische Wirkstoffkombination zur natürlichen Regulierung des Hormonhaushaltes enthalten einen wirksamen Anteil an hochwertigen Lignanen aus norwegischer Fichte, wie Menochron® (Frau) und Androchron® (Mann).




