Anti-Aging News 03/2009

Anti-Aging News 03/2009

+++ TITELTHEMEN +++

Melatonin – Mutter-Hormon der Chronobiologie

Vögel und Menschen besitzen unter der Schädeldecke einen Lichtsensor. Ein Unterschied ist gravierend. Der Schädelknochen der gefiederten Freunde ist sehr dünn und lässt Licht durch. Ihr Melder für den Übergang...  weiterlesen weiterlesen
 

Grippeschutz mit der Energie der ersten Stunde

Lange Zeit galt die Kuhvormilch in den skandinavischen Ländern als Heilmittel ersten Ranges. Kälber brauchen nach ihrer Geburt eine besondere Immunisierung, die sie anders als menschliche Babies im Mutterleib nicht...  weiterlesen weiterlesen
 

Das große AntiAging News-Interview

Dr. med. Alexander Römmler und Dr. med. Bernd Kleine-Gunk stehen Rede und Antwort. Der eine war erster Präsident der GSAAM, der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Anti-Aging-Medizin e.V. Der andere...  weiterlesen weiterlesen
 

Koffein & Co – Die Essenzen der Muntermacher

Der Siegeszug der Energie-Drinks und die daraus resultierende Legendenbildung haben eine eminent wichtige Substanz im menschlichen Organismus fast in Misskredit gebracht. Beinahe erschreckend belegen wissenschaftliche Arbeiten, was dem frühkindlichen Gehirn...  weiterlesen weiterlesen
 

Tempo-Training auf dem Power Plate

Power Plate erzeugt mit Vibrationen eine Instabilität, auf die der Körper mit Muskelreflexen reagiert, mehrmals pro Sekunde. Diese Kontraktionen gehen in alle drei Dimensionen, für die unser Bewegungsapparat konstruiert wurde,...  weiterlesen weiterlesen
 

5-HTP

Als Vater von „Smiley“ (von engl. to smile, dt. lächeln) gilt der amerikanische Werbegrafiker Harvey Ball. Er zeichnete 1963 zwei Punkte und einen gebogenen Strich in einem gelben Kreis für...  weiterlesen weiterlesen
 

Wildlachs – Gesünderes Fett können Sie nicht essen!

Siegerfood: Diese Lebensmittel sind besser

Wild lebender Lachs enthält pro 100 Gramm Gewicht 13 bis 15 Gramm Fett.
Davon macht etwa ein Siebentel die wertvolle Omega 3-Fettsäure aus – 1,5 bis 1,9 Gramm

Das Linus Pauling Institut erinnert mit seinem Namen an die einzige je mit zwei Nobelpreisen (für Medizin, für Frieden) ausgezeichnete Person. Aus diesem Forschungszentrum kommt die Erkenntnis:

„Unsere Epidemie von Herzkrankheiten und Krebsleiden ist möglicherweise das Ergebnis eines Fischölmangels – so enorm, dass wir den Zusammenhang übersehen.“ Die Lösung: Wildlachs!

Wieder landen wir bei Omega 3, genannt Alpha Linolsäure. Sie ist ebenso eine vielfach ungesättigte Fettsäure wie Omega 6, die Linolsäure. Beide sind lebensnotwendig unverzichtbar, und da der Körper sie nicht herstellen kann, müssen sie zugeführt werden. Sie sind Bestandteil der Zellmembrane, wirken antientzündlich und erledigen unterschiedlichste Regulationsaufgaben im Gehirn und im übrigen Körper, vom Blutdruck bis zum Zuckerspiegel. Wachstum oder Regenerierung wären ohne sie unmöglich. Beide Omega-Fettsäuren konkurrieren um die Verstoffwechslung durch ein bestimmtes Enzym, deshalb wird als sinnvoll erachtet, dass wir sie in einem vernünftigen Verhältnis aufnehmen.

Das ist fast nie der Fall. In unserer Nahrung ist Omega 6 viel zu reichlich vertreten (Pflanzenöle, Getreide, Samen, Eigelb, aber auch in Milch und Fleisch), Omega 3 eher selten (fettreiche Fische wie Lachs, Makrele, Hering, sowie Rapsöl und Walnussöl).

Vermutlich sollte eine gesunde Ernährung nur zwei bis vier Mal mehr Omega 6 als Omega 3 auftischen. Das trifft zum Beispiel auf die Mittelmeer-Diät zu: Vollkorn, Früchte, Salate, Gemüse, frischer Fisch, Olivenöl, Knoblauch – dazu wenig Fleisch. Die typisch westliche Kost ist von einer solch ausgewogenen Proportion weit entfernt. Vermutlich erreicht die Verzerrung oft eine Relation von 25:1.

Eine zu hohe Zufuhr der Linolsäure (Omega 6) verhindert die Umwandlung der Alpha Linolsäure. Ohne sie kann keine hochwertige Zellmembran gebildet werden. Fehlt dieser Baustein bei der unermüdlichen Neuschaffung von Körperzellen, wird eine Vielzahl biochemischer Vorgänge beeinträchtigt.

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Das Ungleichgewicht der beiden Fettsäuren führt zu entzündlichen Prozessen durch aggressive Sauerstoffmoleküle, so genannte freie Radikale, die das Verklumpen des Blutes und die Verengung der Gefäße (durch Ablagerungen) begünstigen. Langzeiterkrankungen wie Herzleiden, Krebs, Asthma, Arthritis, Alzheimer, Diabetes und Depression sind die Folgen. Allein die Zuckerkrankheit gilt als drohende Vorstufe weiterer Immunschädigungen: Diabetesabhängiges Asthma, Bluthochdruck, mentale Störungen, Lungenerkrankung oder alterstypische Makula-Degeneration.

Immer sind bei chronischen Erkrankungen wichtige Gefäße überall im Körper durch eine schleichende Entzündung geschädigt.

Die These vom „gesunden Verhältnis“ der beiden Omega-Fettsäuren wird durch Zahlen gestützt: In den zurückliegenden 150 Jahren stieg parallel zum Anstieg der Herzerkrankungen die Aufnahme von Omega 6-Fettsäuren mit der Nahrung, während die der Omega 3-Fettsäuren sank.

Wissenschaftler glauben, dass die antientzündlichen Eigenschaften der im Wildlachs enthaltenen Omega 3-Fettsäuren die einfachste Lösung dieses Problems darstellen.

Wildlachs zählt zu den reichsten und wohlschmeckendsten Quellen dieser Fettsäure maritimen Ursprungs. Viele Erkenntnisse verblüffen: In der berühmten Nurses’ Health Study an Krankenschwestern stand die Gesundheit der Netzhaut in direktem Zusammenhang mit dem Verzehr von Fisch, mit signifikantem Unterschied zwischen „viermal pro Woche“ und „dreimal oder weniger im Monat“. Die wichtigste Fettsäure der Netzhaut ist DHA, und Lachs enthält sehr viel auch davon. Noch wichtiger ist diese Substanz für unser Gehirn. Es besteht zu 60 Prozent aus Fett, das nicht nur Bestandteil der Zellmembrane ist, sondern auch für Funktionen des Nervensystems benötigt wird. Forschungen führen zu Hinweisen auf Zusammenhänge mit mentalen Erkrankungen wie Depression, Aufmerksamkeitsdefizit, Demenz, Schizophrenie und Alzheimer.

In Farmen gezüchteter Lachs ernährt sich von Fischfutter (unter Umständen: Schwermetallbelastung), enthält kaum Antioxidanzien und fast keine Omega 3-Fettsäuren. Der Wildlachs nimmt sie mit seiner Nahrung auf. Mit ihm ist Farm-Lachs nicht zu vergleichen. Wildlachs gibt es frisch, in Dosen oder geräuchert, und Spezialhändler versichern, dass er in Schutzverpackung jahrelang haltbar ist. Greifen Sie zu!

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