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Interview - Chronobiologie der Zukunft
Sehr geehrter Herr Dr. Fauteck, seit über 15 Jahren sind Sie in der medizinischen Forschung tätig. Eines Ihrer Hauptforschungsgebiete ist die sogenannte Chronobiologie, ein Bereich, der in der Medizin recht unbekannt ist.
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Frauengesundheit - Menopause

Die Wechseljahre sind ein physiologischer Umstellungsprozess im Abwärtssog der Sexualhormone und weiterer rund 150 Botenstoffe. Die abrupte Entgleisung verstärkt fast alle Alterungsprozesse. Besonders betroffen: Haut, Gefäße, Knochen, Muskeln, Gehirn.
Dabei entsteht großer Handlungsbedarf. Der Blutdruck, jede sexuelle Regung, die Knochengesundheit, die Schlafqualität, die seelische Verfassung, der Blutzuckerspiegel – alles ist das Ergebnis einer Hormondosierung im Blut, in der Lymphe oder im Gewebe. Und alles kann durch die Menopause verändert werden. Hitzewallungen und Schweißausbrüche sind die häufigsten Beschwerden.
Auch die weiteren, anabol (griechisch für „aufwärts“) genannten Botenstoffe schwinden im Blut und im Gewebe: das Wachstumshormon und das DHEA.
- Das Wachstumshormon HGH (für Human Growth Hormone) ist sowohl für Knochen, Fettgewebe und Muskeln, als auch für den Gehirnstoffwechsel eminent wichtig.
- DHEA (Dehydroepiandrosteron) gilt als unsere „Jugendsubstanz“ schlechthin: Aus dieser Vorstufe werden 18 unterschiedliche Hormone gebildet. Der Organismus reduziert DHEA bis zum 75. Lebensjahr auf nur noch ein Zehntel. Die Auswirkungen betreffen die Herzgesundheit, die Fetteinspeicherung, die Stresskontrolle und die Zuckerverwertung.
Das Durchschnittsalter beim Eintritt der Menopause liegt in der westlichen Welt bei 51 Jahren. Die normale Spanne erstreckt sich meist vom 44. bis zum 52. Lebensjahr. In der Folge verbringt die Frau von heute in der Regel fast ihr halbes Leben mit Auswirkungen der niedrigen Östrogenspiegel: die Trockenheit der Haut und die Rückbildung einiger Strukturen. Gewebe im Genitalbereich schrumpfen und verlieren an Elastizität und Feuchtigkeit. Juckreiz, Hautblutung, Störung der Harnausscheidung (durch Instabilität der Gefäßnerven), sowie eine Neigung zu Entzündung und Infektion sind nicht selten.
In dieser Lebensphase häufen sich Krebsleiden (Gebärmutter, Brust, Eierstock) und Demenzfälle, auch Schlaganfall. Dramatische Gefäßschäden verursachen bei Frauen nach der Menopause beinahe jeden zweiten Todesfall.
Positiv wirken sich Substanzen einer Reihe von Heilpflanzen in Kombination mit anderen Nährstoffen und Aufbaubestandteilen aus. Diese Phytostoffe entwickeln gewünschte hormonähnliche Wirkungen und verstärken den Schutz vor hormonabhängigen Erkrankungen: Isoflavone (Soja, Rotklee), Phytosterole, Orthosiphon, Wilder Yam, Dong Quai, Valeriana, Schwarzer Cohosh und andere.



