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Nahrung für den Kopf

Das Gehirn steuert unsere Körperfunktionen und seine Leistungsfähigkeit ist von den Nährstoffen abhängig, die wir ihm anbieten. Früher hat man angenommen, dass das Gehirn mit Eintritt ins Erwachsenenalter ausgewachsen ist.

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Die neue «Infomania» birgt Risiken

Die steigende Flut von E-Mail, SMS und Texting und die ausufernde Präsentation auf Twitter & Co. prägen zunehmend das Verhalten und beinflussen den Gehirnstoffwechsel. Das ergeben erste Untersuchungen mit Erwachsenen ebenso...

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Keine Hormone aus dem Ausland oder Internet

Neuester Trend: USA-Reisende haben keine Souvenirs sondern die „ewige Jugend“ im Urlaubsgepäck. Denn im Land der unbegrenzten Möglichkeiten können zahlreiche Hormonpräparate ganz unkompliziert in Drugstores oder Tankstellen...

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Leider! Sport hilft nicht dem Knie

Wer regelmäßig joggt, walkt oder sonst wie kräftig sportlich aktiv ist, erzielt dadurch keinen besonderen Schutz der Kniegelenke vor Arthrose. Diese besonders für Männer im mittleren und höheren Lebensalter enttäuschende...

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Schlafstörungen

© Oliv - Fotolia.com

Melatonin ist eine Substanz, die in allen Lebensformen der Pflanzen, Tiere bis hin zum Menschen vorkommt. Vermutlich unverändert seit Milliarden Jahren. Vieles deutet auf ihre Hauptfunktion als Regulator des Biorhythmus hin. Melatonin wird im Darm und im Auge gebildet und von der Zirbeldrüse ausgeschüttet.

Die Konzentration im Blut steigt nachts bis auf das Zehnfache, mit einem Maximum gegen drei Uhr früh. Tageslicht bremst die Ausschüttung. Diese Eigenschaften brachten dem Melatonin die Bezeichnung Schlafhormon ein.


Doch als Bioregulator entfaltet es seine Wirkung rund um die Uhr und im ganzen Körper. Wir produzieren mit zunehmendem Alter immer weniger von dieser Antriebskraft unserer inneren Uhren. Das führt von Schlafproblemen abgesehen zu einem breiten Spektrum chronischer Störungen. Vermutlich besteht ein Zusammenhang von Melatoninmangel und bestimmten Gehirnfunktionen wie Kurzzeitgedächtnis und Lernen.

Im gesunden Körper stimuliert Melatonin nachts die Ausschüttung des Wachstumshormons  Es reguliert eine Vielzahl biologischer Prozesse, auch die Neutralisierung freier Sauerstoffradikale.
Gerade das moderne Leben benötigt den harmonisierenden Ausgleich durch Melatonin. Es unterstützt jenen Teil des Nervensystems (Parasympathikus), der in den so wichtigen Organbereichen wie Kopf, Herz, Lunge, Magen-Darm und so fort als Gegenspieler zu Blutdruckanstieg und Erregung fungiert. So hilft Melatonin bei kardio-vaskulären Erkrankungen, hemmt Oxidation, Zellalterung die die Krebsentstehung.

Vermutet werden auch Zusammenhänge mit der Gewichtskontrolle. In einer Studie der Universität Cleveland an 68.000 Frauen über einen Zeitraum von 16 Jahren wurde eine Korrelation von zu wenig Schlaf (fünf Stunden) und höherem Gewicht festgestellt.

Der Mangel an dem so genannten Schlafhormon Melatonin kann nach neuester Einschätzung sogar der entscheidende Faktor für das Eintreten einer Diabeteserkrankung sein. Beim Wechsel vom Tageslicht zur Dunkelheit stellt dieses Hormon normalerweise den Organismus auf Nachtbetrieb um. Auch die Leber erhält wichtige Anstöße für ihre Aufgaben im nächtlichen Stoffwechsel.

Bei Versuchsratten ganz ohne Melatonin fiel diese fundamentale Hormonsteuerung der größten Drüse im tierischen und menschlichen Körper überraschenderweise aus. In der Folge kam es zu einer Störung des Insulinstoffwechsels und zur Überzuckerung des Blutes.