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Entwarnung: Sie dürfen sich Ihr Salz schmecken lassen
Es kommt selten vor, dass sich seriöse Wissenschaftler mit eindeutigen Worten gegen eine vorherrschende Meinung stellen. Der Internist und Rheumatologe Dr. Niels Albert Graudal, Leiter einer Gruppe von Experten an den Universitätskrankenhäusern in Kopenhagen und Bispebjerg (Dänemark) sagt jedoch:
«Meiner Meinung nach sollten sich die Leute wegen ihres Salzkonsums keine Gedanken machen.»
An die 167 Studien lassen einen Effekt von Salz auf den Blutdruck vermuten, der erhöht als Risiko für Herzerkrankungen gilt. Empfehlungen beschränken den Salzkonsum auf 1500 und 2400 Milligramm pro Tag. Aber in Wirklichkeit nehmen Millionen die doppelte Menge zu sich. Drei Viertel davon stecken übrigens in industriell hergestellten Nahrungsmitteln, die oft weit riskantere Zusatzstoffe enthalten.
Dr. Graudal und seine Kollegen werteten die Ergebnisse von 167 wissenschaftlichen Studien zum Thema Salz aus. Tatsächlich senkte salzarme Ernährung bei den allermeisten Testpersonen erwartungsgemäß etwas den Blutdruck. Gleichzeitig stiegen aber die Werte für bestimmte Hormone, Blutfette und Regulierungssubstanzen, die ebenfalls als Gefahren für die Herzgesundheit eingestuft werden, deutlich an.
Dr. Graudal verwies auf die Details. Normaler Blutdruck reduzierte sich um ein Prozent – beispielsweise auf 114/74 von 115/75. Waren die Blutdruckwerte erhöht, konnte die Verringerung bis zu fünf Punkte ausmachen. Doch damit wurden erhebliche Veränderungen anderer Faktoren in Kauf genommen.
Ein Irrweg, nach Meinung der an der Arbeit beteiligten Experten. Tenor:
Eine bevölkerungsweite Salzreduzierung erweist sich als eine der größten Täuschungen in der modernen Medizin.
Besonders für ältere Blutdruckpatienten eignen sich ausgewählte natürliche Substanzen wie Ginkgo biloba, Ingwer oder Grüner Tee-Extrakt. Auch das vielseitige Co-Enzym Q10 reduziert den Blutdruck und fördert den Blutfluss.





