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Aminosäuren: Taurin

Alternative Bezeichnungen: Taurin, 2-Aminoethansulfonsäure, 2-Sulfoethylamin

Hier kommt der Vitalstoff vor

Wo

Krabben, Muscheln, Fisch, Fleisch, Hirn, Leber, Vollmilch, Eier

Wirkung

Taurin wird aus den Aminosäuren Cystein und Methionin gebildet. Es regt die Hirnanhangdrüse an, ausreichend fettverbrennende Hormone (z.B. Wachstumshormone) zu bilden. Zusätzlich produziert Taurin Gallensäure, die bei der Fettverbrennung eine große Rolle spielt. Weiterhin ist die Aminosäure bei der Entwicklung des zentralen Nervensystems wichtig. Taurin reguliert den Flüssigkeitshaushalt der Zellen, sorgt für die elektrische Aktivität von Nervenzellen und Funktion von Muskeln. Die größten Mengen an Taurin finden sich im zentralen Nervensystem, in der Netzhaut der Augen und in den Blutplättchen. Außerdem kann Taurin freie Radikale unschädlich machen und in der Leber Schadstoffe entgiften. In Verbindung mit Coffein weist Taurin eine anregende und belebende Wirkung auf.

Indikation

  • Gestörte Fettverdauung
  • Zellschutz
  • Epilepsie

Mögl. Indikationen

  • erhöhter Blutdruck
  • zur Senkung des Risikos von Herz- und Gefäßkrankheiten
  • zur Senkung des Risikos von Netzhautkrankheiten (Grauer Star)
Tierversuche zeigen, dass eine taurinarme Ernährung eine Rückbildung der Netzhaut und ein geschwächtes Sehvermögen verursachen kann.

Dosierung

Zu empfehlen sind 50 bis 100 mg Taurin täglich.

Hinweise

Eine streng vegetarische Ernährung, bei der auch Milchprodukte vermieden werden, kann zu sehr niedrigen Taurinspiegeln führen. Vegetarier sollten daher auf eine ausreichende Zufuhr achten. In seltenen Fällen können durch die Einnahme von Taurin Magenverstimmungen auftreten. Bei Kindern ist mitunter eine erhöhte Schläfrigkeit zu beobachten.