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Grauer Star

Was ist Grauer Star?

Wasserfall (lateinisch, cataracta) bezeichneten Ärzte der Antike die hinter der Pupille scheinbar herabfließenden Substanzen – Sehen wie durch einen herabstürzenden Wasserfall. Im Deutschen bürgerte sich schon bald der Begriff „Star“ für die Erstarrung der Augenmasse ein.

Die Erforschung altersbedingter Stoffwechselveränderungen auf zellularer Ebene, wie sie im Zentrum der Anti-Aging-Medizin stehen, deutet auf zerstörerische Eiweißprozesse in den langlebigen Gruppen der Nervenzellen hin. Sie werden durch den fast unvermeidlichen Mangel an bestimmten Aminosäuren beschleunigt und durch stark wirkende Antioxidantien (zum Beispiel das Carotinoid Lutein) sowie durch natürliche Peptide mit im biochemischen Sinne verjüngenden Aktivitäten (zum Beispiel Carnosin) gehemmt.

Gerade in jungen Nervenzellen lassen sich diese multipotenten Moleküle verstärkt nachweisen. Sie verhindern die Oxidation von Fetten, einen wichtigen Alterungsfaktor der Nervenzellen generell.

Anzeichen und Ursachen

Für den langsamen und schmerzlosen Sehverlust durch Kataraktbildung werden unterschiedliche Ursachen angenommen. Neun von zehn Erkrankungen treten im hohen Alter auf, dann in Einzelfällen rasch innerhalb weniger Monate. Noch ist nicht ganz klar, warum es zu einem Altersstar kommt. Es exisitieren bestimmte Risikofaktoren wie etwa Stoffwechselkrankheiten, Alkohol- und Nikotinsucht, Medikamente, Augenoperationen oder eine erbliche Veranlagung. Menschen, die darunter leiden, sehen wie durch einen leichten Schleier. Es kommt zu Unscharfem Sehen, Kontrasverlust, auch Doppelbilder und Blendempfindlichkeit können auftreten. Im forgeschrittendem Staditum wird die Sehkraft stark in Mitleidenschaft gezogen.

Die richtige Diagnostik

Das Spaltlampenmikroskop ist eines der wichtigsten Instumente zur Untersuchung der Augen, u.a. der Linse. Dabei können die vorderen und hinteren Abschnitte des Auges betrachtet werden.  Das Gerät ermöglicht eine sechs- bis vierzigfache vergrößerte Darstellung der vorderen Augabschnitte.  Auch der Glaskörper und die Netzhaut am Augenhintergrund mit wichtigen Strukturen wie Blutgefäße, Sehnerv, Makula und Fovea (die Stelle des schärfsten Sehens) können mithilfe der Methode untersucht werden.

Andere hilfreiche Verfahren sind eine computergestützte Abbildung der Hornhautoberfläche und Rückfläche, Messung der Hornhautdicke, sowie die Eruierung der so genannten Endothelzelldichte, um die Hornhaut auf Erkrankungen zu untersuchen.

Therapie

Ist der Schaden erst einmal eingetreten, spricht fast alles für einen chirurgischen Eingriff. Ein Hinauszögern hätte den Nachteil, dass die angegriffene Linse immer weiter verhärtet und die Entfernung risikoreicher wird. In der Regel erfolgt ein operatives Verfahren, bei dem die trübe Linse durch eine Kunstlinse ausgetauscht wird. Die Operation erfolgt häufig unter örtlicher Betäubung. Bei 90 bis 95 Prozent der Betroffenen kommt es zu einer erheblichen Verbesserung der Sehkraft.

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