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Treten Sie in die Pedale!

Radfahren bietet gesundheitliche Vorteile

Stellen Sie sich vor, Sie radeln fünfmal pro Woche 15 Minuten zum Einkaufen oder zur Arbadfahreneit und wieder zurück. Dann werden Sie innerhalb eines Jahres mindestens fünf Kilogramm Überschuss-Fett los. Als Draufgabe gibt es eine Reihe verblüffender Gesundheitskomponenten. R mindert die Verletzungsgefahr. Durch das Muskeltraining und die mentale Koordination werden Stürze weniger wahrscheinlich.

Radler erleiden seltener einen Knochenbruch oder andere Probleme des Bewegungsapparates. Vor allem die gefürchtete Hüftfraktur tritt weniger oft auf. Die verbesserte Beinkraft ist ein sehr wichtiger Alltagsfaktor. Radfahrern gelingt es leichter, sich aus einem Stuhl zu erheben oder aus dem Auto zu steigen. Gerade Älteren winkt mit der Entscheidung für das Zweirad eine erstaunliche Belohnung. Wer vorher kein Fitnesstraining unternommen hat und demnach zum Drittel der am wenigsten körperlich gestählten Bevölkerung zählt, verbessert sich innerhalb weniger Wochen in die Hälfte der Fittesten.

Bereits ein geringer Einsatz im Sattel beschert beachtlichen Fitnesszugewinn. Eine Studie des britischen Transportministeriums ergab: Wer am Tag insgesamt sechs Kilometer zurücklegt, steigert seine Aerobic-Kapazität schon um 17 Prozent.

Herz-Kreislauf-System

Das Fahrrad bringt Sie nicht nur schneller dorthin, wo Sie sein möchten – es befördert Sie auch in eine Zone guter Gesundheit. Leichte körperliche Betätigung reduziert Depressionen und Stresszustände und hebt die Stimmung und das Selbstwertgefühl. Dabei spielt auch das Erleben der Natur eine Rolle. Radfahren verbessert vielfältig das Kreislauf-System

Die Arbeit des Herzens wird ökonomischer. Das Schlagvolumen wird größer, die Pumpleistung ruhiger, der Blutdruck niedriger. Es kommt seltener zu Übergewicht und Diabetes. Die Atemleistung der Lunge wird gesteigert. Der kardiovaskuläre Schutz ist auch ein positiver Faktor in Bezug auf Schlaganfälle und Krebs.

Durch gewaltarme Bewegung der Kniegelenke wird das Einströmen von Mineralstoffen aus der Gelenkschmiere in das Knorpelgewebe verstärkt. Radfahren ist Rückenhilfe. Die Versorgung der Bandscheiben bessert sich. Große Rückenmuskelpartien werden trainiert. Kleine Muskeln erhöhen das Abstützen der einzelnen Wirbelglieder.

Immunabwehr

Radfahren aktiviert das Immunsystem: Bakterien und Viren werden zielsicherer erkannt und bekämpft.Radfahren wirkt als Work-out des ganzen Körpers ganz gleich, ob unter freiem Himmel oder auf einem fixierten Sportgerät. Und es gibt keine Altersbarriere: Was Kindern gelingt, beherrschen auch Ältere.

Männer: Aufgepasst!

Auf der Basis von zwölf neuen Studien wird vor allem männlichen Radfahrern geraten, ihren Sattel sorgfältig auszuwählen. Den traditionellen Sitzen mit schmalem Rückteil und spitzer Nase wird ein Faktor bei erektiler Dysfunktion angelastet.

Ein Fahrradsattel drückt anders als eine Sitzfläche gegen das urogenitale Gewebe. Auch moderne Designs können problematisch sein – selbst ergonomische Sitze mit Hohlraum, geteilte Sättel oder Gel-Packs.

Die fragliche Körperregion ist das Perineum, der Damm zwischen den äußeren Geschlechtsorganen und dem Darmausgang. Beim Mann können die Hauptarterie und der Nervenstrang des Penis gequetscht werden. Dabei wird der Blutfluss stark reduziert. Bei der Frau versorgen die gleichen Gefäße und Nerven ebenfalls die Geschlechtsorgane. Weibliche Radfans wurden bisher wissenschaftlich kaum bewertet, doch vermutlich erleiden sie die gleichen Überbelastungen.

Bei einem üblichen Sattel mit Tränenform und langer Nase ruht ein Viertel des Körpergewichts auf dem Perineum. Innerhalb von drei Minuten reduziert sich die Sauerstoffversorgung um 70 bis 80 Prozent. Selbst wenn null Prozent Sauerstoff im männlichen Glied ankommen, merkt der Radfahrer es nicht sofort. Erst nach einer halben Stunde hat er ein Gefühl der Taubheit.

Eine Beziehung zwischen Radsattel und Impotenz wurde erstmals 1997 von dem Urologen Dr. Irwin Goldstein in Boston publiziert. Er hatte mit der Behauptung aufhorchen lassen: „Es gibt nur zwei Arten männlicher Radfahrer – solche, die impotent sind und solche die es werden.“

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