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Chronobiologie - immer zum richtigen Zeitpunkt das Richtige

© Aamon - Fotolia.com

Gegen 23 Uhr entscheidet sich, ob Sie richtig ticken!

Tausende Studien aus dem neuen Wissenschaftszweig der Chronobiologie belegen bereits: Die Organisation in Zyklen und Rhythmen mittels innerer Uhren ist essenziell für jedes Lebewesen. Die Ausrichtung am Lauf der Sonne und des Mondes ist nur logisch auf einem Planeten, der sich dreht.

Philosophen betrachten die Chronobiologie als die aktivste Verbindung zwischen Universum und Individuum. Für Nüchternere ist sie die Wissenschaft unseres Körpers und unserer Sinne in ihrer Beziehung zur Zeit. Daraus entsteht der Leistungsmix aller Organe. Die Gene, die Umwelt, die Jahreszeit und die monatlich und täglich wiederkehrenden Aktivitäten sind seine Bausteine.

Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das sich von seinen Rhythmen abkoppelt.

Körperrhythmen bestimmen den Blutdruck und Myriaden weiterer Elemente unseres Stoffwechsels – und damit die Lebensumstände jeder einzelnen Zelle. Das Mutterhormon aller inneren Uhren ist das Melatonin. Gegen 23 Uhr schaltet der Organismus auf Nachtbetrieb. Das Gehirn, beispielsweise, speichert in diesem Modus Tagesgeschehnisse mit Bedeutung für die Zukunft in das Langzeitgedächtnis ab. (Es ist wichtig, dass wir uns den Parkplatz unseres Autos merken – aber nicht alle Parkplätze für alle Zeit!). Im älteren Körper ist der natürliche Anstieg des Schlafhormons bei Einbruch der Dunkelheit häufig zu schwach ausgeprägt, um seine Schaltfunktion auszuüben.

Die Chronotherapie untersucht die Wirkung therapeutischer Maßnahmen im Einklang mit der inneren Uhr. Für den engagierten Arzt ist dieses Wissen unendlich wertvoll. Es kann verhindern, das Richtige zum falschen Zeitpunkt zu tun. Die Chronotherapie kann der entscheidende Faktor sein, den Körper gerade dann zu unterstützen, wenn die Hilfe größte Wirkung auslöst. So erhöhen wir Effizienz. So verringern wir störende Nebenwirkungen.

In die Beurteilung und Behandlung einiger weit verbreiteter Leiden ist die Chronotherapie heute bereits integriert. Hier wären Allergie, Angina, Asthma, Arthritis, Bluthochdruck, Depression, Herzattacken, Krebs, Magengeschwüre, Schlafprobleme und Stoffwechselstörungen des Gehirns zu allererst zu nennen.

Moderne Nahrungsergänzung berücksichtigt die tageszeitlich korrekte Versorgung und die Interaktion von Substanzen untereinander –sowohl unterstützend, als auch hemmend. Eine Reihe von Wirkstoffen sollte erst im Abstand von rund acht Stunden zueinander eingenommen werden. Die Anti-Aging-Chronotherapie stützt sich auf chronobiologische Präparate mit unterschiedlichen Kapseln für den Tag und für die Nacht.